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Informationen besser aufnehmen

Der erste Schritt zu einer besseren Gedächtnisleistung ist die gezielte und verbesserte Aufnahme von Informationen. Die eigene Wissensbasis zu erweitern, Neues zu lernen und zusätzliche Kompetenzen zu erwerben ist eine Herausforderung, die sich durch das gesamte Berufsleben zieht.

Besonders effektiv sind mentale Strategien und Techniken, die sich an der natürlichen Arbeitsweise des Gehirns orientieren. Wer sie kennt und sich darauf einstellt, merkt sich vieles leichter und besser. Vor allem beim Lernen können wir dies nutzen und unsere Lernstrategie danach ausrichten. Viel zu oft wird das Gehirn zu einem Vorgehen gezwungen, dass ihm schlicht nicht liegt. Die Konsequenz ist, dass wir uns durch den Stoff "quälen" und das auch noch mit mäßigem Erfolg. Das funktioniert entschieden besser, wenn zwei Grundprinzipien beachtet werden:

  • Das Gehirn hat eine Vorliebe für Non-Verbales.
  • Es sucht nach Zusammenhängen.

Die optische Wahrnehmung dominiert andere Arten der Wahrnehmung. Das zeigt sich z. B. im Aufbau des Gehirns, wo die Areale für die Verarbeitung optischer Reize mehr Raum einnehmen können als die anderer Arten der Wahrnehmung. In der Praxis bedeutet das: Bilder prägen sich viel leichter ein als Texte. Das können Sie nutzen: Verknüpfen Sie Informationen die Sie sich einprägen wollen, in Gedanken mit Bildern. Die auf diese Weise veranschaulichten  Inhalte lassen sich leichter merken und erinnern.

Beispiel: Stellen Sie sich die Zahlenkombination einer PIN-Nr. als Piktogramm vor. Die Figur, die die Finger beim Eintippen des Zahlen-Codes auf der Tastatur zeichnen, bleibt besser im Gedächtnis als die Zahlen selbst. Dieses Bild ist später leichter abrufbar.


<<Abb. Fingerfiguren "Z" aus Broschüre "sich besser erinnern", S. 19>>

Das zweite Grundprinzip lautet Vernetzung: Bei der Aufnahme von Informationen versucht das Gehirn, Zusammenhänge zwischen neuem und vorhandenem Wissen herzustellen. Je mehr Einzelinformationen miteinander verknüpft werden können, desto sicherer sind sie im Gedächtnis verankert. Isolierte Einzelinformationen dagegen werden schnell wieder vergessen. Der Trick: stellen Sie die gedankliche Verbindung zu vorhandenen Informationen z. B. durch logische Verknüpfungen wie "ist genauso wie" oder "ist umgekehrt als" her. Eine weitere Möglichkeit der Vernetzung ist, aus den Informationen, die man sich merken will, eine Phantasiegeschichte zu erfinden – das funktioniert z. B. auch bei einer Rede. Merken Sie sich die wichtigsten Stichworte anhand einer erfundenen Geschichte. Dabei kommt es nicht auf Sinn oder Logik an. Schon der Vorgang der Suche nach möglichen Verbindungen ist eine intensive Beschäftigung mit dem Thema, bettet die neuen Informationen in einen Kontext ein und sorgt so dafür, dass Sie sich besser daran erinnern.

Mehr zu wirksamen Merkstrategien finden Sie hier.

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