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TIPP: Komplexität reduzieren!
Neue Aufgaben, neues Thema, neue Software, ... Vor Ihnen türmt sich ein Riesenberg Arbeit? "Zerlegen" Sie ihn in seine Einzelteile: überschaubare Einheiten, die Sie bewältigen können. Das stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Motivation wiederum trägt zum Gelingen bei. Und los geht’s!

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Fit in Schule, Beruf und Freizeit

Geistig besonders leistungsfähig ist ein Mensch, der "voll wach" ist, d.h. sich in einem optimalen Aktivierungszustand befindet. Mentales Training dient u.a. dazu, diesen Zustand herzustellen. Welche Maßnahmen jeweils geeignet sind, hängt vom individuellen Ausgangszustand der jeweiligen Person ab. Wer gerade entspannt ist, muss sich aktivieren, wer nervös oder angespannt ist, braucht Entspannung. Das optimale Aktivationsniveau ist oft in wenigen Sekunden oder Minuten zu erreichen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, alltägliche geistige Aktivitäten zugleich als mentales Training zu nutzen. Sie sollten mittelmäßig anstrengend sein und den Arbeitsspeicher weder zu stark noch zu wenig beanspruchen. Bewusst darauf zu achten, ist sinnvoll, denn ein und dieselbe Tätigkeit kann geistig sehr unterschiedlich wirken. Beispiel Fernsehen: davon kann man sich entweder "berieseln" lassen, was keinerlei Trainingseffekt mit sich bringt, man kann aber auch bewusst interessante Sendungen auswählen und konzentriert zuschauen – und danach den Apparat ausschalten. Das aktiviert das Gehirn.

Unter diesen Vorgaben sind die folgenden alltäglichen Beschäftigungen als Anregung für geistige Aktivitäten mit bzw. ohne mentalen Trainingseffekt zu verstehen:

Meist gut geeignet sind

  • Tagesablauf planen, etwas organisieren oder koordinieren
  • Sprechen, etwas vortragen
  • Schreiben (kreativ, nicht abschreiben)
  • Informationen bewusst aufnehmen und verstehen wollen: Buch/Zeitung, Film, Vortrag/Diskussion, Museumsbesuch, Reisen oder auch  dynamisches Lesen (schnell lesen, Diagonal lesen)
  • Denkaufgaben, Logikspiele, Rechenaufgaben
  • Spiele wie Puzzle, Memory
  • Kurze Gedichte lernen

Meist wenig geeignet, da geistig zu wenig oder einseitig fordernd, sind

  • Routinetätigkeiten durchführen
  • Faulenzerurlaub
  • Medienberieselung
  • Comics, Zeichentrickfilm
  • PC-"Kampf-Spiele"

Schwächer aktivierend wirken zum Beispiel

  • Kreuzworträtsel
  • Bildliche PC-Spiele
  • Bücher lesen

Gegen diese Tätigkeiten ist grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn man Spaß an ihnen hat und sie eher selten bzw. in überschaubarem Rahmen betreibt. Man sollte nur wissen, dass sie die Grauen Zellen nicht voll auslasten und sogar den Abbau geistiger Kompetenzen bewirken, wenn man sich längere Zeit hauptsächlich damit beschäftigt.

Aktivationsmodell

Störfaktoren vermeiden hilft, Ressourcen zu schonen

Sie haben längere Zeit nahezu bewegungslos am Schreibtisch gesessen, die Luft wird immer schlechter, und das neben Ihnen stehende Glas Wasser haben Sie völlig vergessen. Die Folge: Sie werden unkonzentriert, denken langsamer, fühlen sich erschöpft – Ihnen fällt nichts mehr ein.
Viele Störfaktoren sind leicht in den Griff zu bekommen:

  • Energiemangel: Mit nährstoffdichtem Essen, Trinken, frischer Luft, Bewegung die Energieversorgung fördern
  • Dauerbelastung, Erschöpfung: regelmäßige Pausen machen
  • Zeitdruck: frühzeitig planen
  • Stress/Über- und Unterforderung: Anforderungen individuell angemessen gestalten
  • Ermüdung, Nachlassen der Konzentration: auf biologische Parameter achten (Essen, Trinken, Bewegung, Schlaf, Medien-Nutzung)
  • Geringe körperliche Fitness: regelmäßige Bewegung, das Herz- und Kreislaufsystem stärken

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