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TIPP: Komplexität reduzieren!
Neue Aufgaben, neues Thema, neue Software, ... Vor Ihnen türmt sich ein Riesenberg Arbeit? "Zerlegen" Sie ihn in seine Einzelteile: überschaubare Einheiten, die Sie bewältigen können. Das stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Motivation wiederum trägt zum Gelingen bei. Und los geht’s!

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Stressmanagement – die Balance finden

Welche Assoziation löst das Wort Stress bei Ihnen aus? Denken Sie an Hektik, Termindruck, einen vollen Schreibtisch? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, denn für viele Menschen ist Stress gleichbedeutend mit Belastung, also negativ besetzt.
Und tatsächlich: Jedes Ereignis, jede neue Situation, alles was uns wichtig ist, aus der Ruhe bringt und uns antreibt, setzt uns unter "Stress". Die Reize und Situationen, die wir als Anforderung empfinden, nennen Gesundheitsexperten Stressoren. Dieser Begriff wird mehr und mehr durch die neutrale Bezeichnung Anforderung ersetzt, denn Stress ist keineswegs nur negativ.
Ganz im Gegenteil: Stress kann ebenso das Anspannungsniveau auf die richtige Höhe bringen, Leistungswillen und Motivation stärken, also das "Salz in der Suppe" sein. Wenn Sie bei einem Hobby knifflige Augaben lösen – z. B. beim Segeln, Karten spielen oder bei kreativen Tätigkeiten, ist Ihr Gehirn aktiviert und befindet sich unter positiver Anspannung. Das gilt auch für ein lebendiges Gespräch mit Freunden oder einen Konzertbesuch.

Eustress - so bezeichnete der Vater der Stressforschung, der österreichisch-kanadische Mediziner Hans H. B. Selye, den guten, als positiv empfundenen Stress. Er ist ein echter Erfolgsfaktor, denn er bewirkt, dass wir Anforderungen als belebend und als Ansporn wahrnehmen. Wir gehen motiviert und konzentriert an eine Aufgabe oder Situation heran. Eustress (oder besser Anspannung) versetzt uns in eine positive Stimmung und bewirkt, dass wir mental besonders leistungsfähig sind. Dieses gute Gefühl hat einen eigenen "Verstärker" im Gehirn. Der Botenstoff Dopamin, sorgt dafür, dass wir mit Selbstvertrauen und Energie zu Werke gehen. Er regt die Gehirnentwicklung (Vernetzung der Nervenzellen), das Denken und die Gedächtnisbildung an. Die richtige "Dosierung" von Anforderungen fördert die Ausschüttung von Dopamin. Eustress fördert die geistige Leistungsfähigkeit.

Distress – das ist der Stress, den wir scheuen. Aus gutem Grund: Anforderungen und Situationen, die wir als belastend empfinden, lähmen uns. Distress verhindert, dass im Gehirn die nötige Energie zur Bewältigung mentaler Anforderungen freigesetzt wird und führt damit schnell zu Ermüdungserscheinungen bis hin zur Erschöpfung. Distress kann krank machen. Er entsteht z. B. wenn wir mehrere Dinge gleichzeitig tun (wollen). Wie fühlen Sie sich, wenn Sie dringend etwas lesen müssen, eigentlich schon in einer Besprechung sein sollten und gleichzeitig das Telefon klingelt? Distress entsteht bei Überforderung, sei es durch Zeitdruck oder wenn eine Aufgabe tatsächlich zu schwierig ist. Genauso entsteht er bei Unterforderung. Langeweile ist dann die Folge. In beiden Fällen nutzen wir unser geistiges Potenzial nicht optimal. Häufige und lang anhaltende Distress-Zustände führen zu einem Nachlassen der mentalen Leistungsfähigkeit.

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