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TIPP: Komplexität reduzieren!
Neue Aufgaben, neues Thema, neue Software, ... Vor Ihnen türmt sich ein Riesenberg Arbeit? "Zerlegen" Sie ihn in seine Einzelteile: überschaubare Einheiten, die Sie bewältigen können. Das stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Motivation wiederum trägt zum Gelingen bei. Und los geht’s!

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Mentalkompetenz steuert Erfolg

Bei dem großen Thema mentale Fitness und Gesundheit geht es implizit immer auch um mentale Kompetenz. Sie ist ein wesentlicher Aspekt geistiger Leistungsfähigkeit. Denn sie bewirkt, dass wir uns vornehmlich denjenigen Herausforderungen zuwenden, die wir auch bewältigen können. Ein cleveres und zugleich rigoroses Bewertungssystem hilft bei der Auswahl und führt dazu, dass die Erfolgschancen gleichsam "vorprogrammiert" sind.

Dreiklang Mentalkompetenz

© Dr. Willmar Schwabe

Das Gehirn überprüft alle eingehenden Informationen nach den Kriterien

  • Verstehbarkeit – Worum geht es? Überblicke ich die Herausforderung?
  • Machbarkeit – Ist die Aufgabe/Situation von mir zu meistern? Was brauche ich dazu? Ist das verfügbar?
  • Sinnhaftigkeit – ist die Herausforderung individuell/für mich persönlich wichtig? Was bringt es mir, wenn ich mich damit auseinander setze?

Ist nur eines dieser Kriterien nicht erfüllt, sinkt unsere Motivation schnell ab und wir wenden uns bevorzugt anderen Dingen zu. Mentale Anforderungen gibt es schließlich in jedem Moment mehr als genug. Es ist eine Frage effizienten Ressourcenmanagements, mit welchen wir uns konzentriert beschäftigen.

Mentalkompetenz oder auch Kohärenzsinn nennt man diese Fähigkeit zur Selektion.

Sie hilft, Aufgaben zu priorisieren und sich auf die entscheidenden Anforderungen zu konzentrieren. Das ist ein dauernder Prozess und geschieht oft blitzschnell. Das Erkennen einer drohenden Gefahr im Straßenverkehr ist ein anschauliches Beispiel dafür: Sofort gilt all unsere Aufmerksamkeit und Energie dieser Situation und ihrer Bewältigung. Mentale Kompetenz führt auch dazu, sich mit Anforderungen, die den oben beschriebenen Kriterien nicht genügen, nicht weiter zu beschäftigen. So stellt das Gehirn sicher, dass unsere knappen Energiereserven  und die Arbeitsspeicher-Kapazität  bestmöglich = mental kompetent eingesetzt werden.

Ob jemand eine geistige Herausforderung annimmt und sie in der Folge erfolgreich bewältigt, hängt im schulischen Umfeld oft gerade von dem letzten Punkt ab, der persönlichen und emotionalen Einschätzung, ob etwas für einen selbst wichtig und damit sinnvoll ist.

Warum sollte man sich schließlich mit einer Sache beschäftigen, die man für irrelevant hält oder von der man erwartet, sie ohnehin nicht zu durchschauen? Mentale Kompetenz dreht sich dabei weniger um konkrete Einzelaufgaben, sondern vielmehr darum wie eine Person generell mit mentalen Anforderungen umgeht. Ist sie aufgeschlossen gegenüber Neuem? Ist sie interessiert, motiviert und selbstsicher? Diese Eigenschaften sind eng mit mentaler Fitness und Gesundheit verknüpft und beeinflussen auch die  erfolgreiche Bewältigung geistiger Herausforderungen. Eine Arbeitsgestaltung, die diese Zusammenhänge berücksichtigt, kann den Erfolg steigern, wie sich in der Praxis gezeigt hat. Hilfreich sind außerdem ein bestimmter Lebensstil, Kenntnisse über das Thema mentale Fitness und Gesundheit und die aktive Förderung geistiger Leistungsfähigkeit.

Menschen mit einer hohen mentalen Kompetenz sind in die Lage, sich auf diejenigen geistigen Anforderungen zu konzentrieren, die verstehbar, machbar und sinnvoll sind und sie adäquat zu meistern. Die Mentalkompetenz zu steigern ist daher ein wichtiges Ziel von "Mental-aktiv im Beruf".

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