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TIPP: Komplexität reduzieren!
Neue Aufgaben, neues Thema, neue Software, ... Vor Ihnen türmt sich ein Riesenberg Arbeit? "Zerlegen" Sie ihn in seine Einzelteile: überschaubare Einheiten, die Sie bewältigen können. Das stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Motivation wiederum trägt zum Gelingen bei. Und los geht’s!

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Wo Herkules an seine Grenzen stößt

Bei den vielfältigen mentalen Anforderungen, mit denen wir uns in Alltag, Schule und Beruf auseinander zu setzen haben, gibt es für unser Gehirn einen entscheidenden limitierenden Faktor: Die Kapazität des Arbeitsspeichers. Denn diese ist – wie man sich vorstellen kann – begrenzt. Erreichen wir diese Grenze, "steigt" der Arbeitsspeicher schlicht "aus": Wir können keine weiteren Informationen mehr aufnehmen, kommen der Lösung einer Aufgabe kein Stück näher und drehen uns gedanklich im Kreis. Dies wiederum löst Stress- und Überlastungsgefühle aus.

Die Vorstellung, unser Gehirn ist faul, um effizient zu sein, hilft: Es nimmt Veränderungen viel leichter wahr als Gleichbleibendes. So gelingt es, die Fülle der zu verarbeitenden Informationen "in den Griff zu bekommen" und die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsspeichers zu erhöhen. Je besser diese Konzentration auf das Wesentliche funktioniert, desto größer ist die Leistungsfähigkeit des Arbeitsspeichers.

Darüber hinaus gibt es zwei Basisgrößen, an denen sich die Leistungsfähigkeit des Arbeitsspeichers ablesen lässt:

  • Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit
    Bezeichnet die Menge an Informationen, die das Gehirn pro Zeiteinheit aufnehmen, verarbeiten, speichern und abgeben kann. Bei einem durchschnittlichen Erwachsenen sind dies bei voller Anstrengung z. B. zwei Bilder oder Laute in einer 15tel Sekunde.
  • Merkspanne
    Dies ist der Zeitraum, in dem eine Information im Arbeitsspeicher "gehalten" werden kann, bevor sie wegen Überladung zusammenbricht. Bei einem Erwachsenen sind dies ca. 5 Sekunden bis max. eine Minute. Nur in dieser Zeit steht die Information unmittelbar und bewusst zur Verfügung. Danach ist sie entweder verschwunden oder wird im Gedächtnis gespeichert – je nachdem für wie wichtig sie erachtet wird. Denn auf Grund der begrenzten Kapazität des Arbeitsspeichers, findet ein ständiges Umsortieren und "Überschreiben" der alten mit neuen Informationen statt.

Die Basisgrößen sind individuell unterschiedlich. Doch in jedem Fall gilt:

Es lohnt sich, den Arbeitsspeicher fit zu machen! Denn je aufnahmefähiger und schneller er ist, desto größer ist die geistige Leistungsfähigkeit. Die Kapazität des Arbeitsspeichers spielt bei der Bewältigung von mentalen Anforderungen, z. B. beim Lernen, eine entscheidende Rolle.

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