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TIPP: Komplexität reduzieren!
Neue Aufgaben, neues Thema, neue Software, ... Vor Ihnen türmt sich ein Riesenberg Arbeit? "Zerlegen" Sie ihn in seine Einzelteile: überschaubare Einheiten, die Sie bewältigen können. Das stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Motivation wiederum trägt zum Gelingen bei. Und los geht’s!

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Wie funktioniert das Gehirn?

Das Gehirn ist das Hochleistungsorgan unseres Körpers. Es ist ein anatomisches Wunderwerk und gleichermaßen unsere Schaltzentrale: hier laufen alle Wahrnehmungen zusammen, werden alle Funktionen des Körpers überwacht und koordiniert. Die zahlreichen Informationen, die unablässig auf uns einströmen, werden hier

  • verarbeitet
  • bewertet
  • mit vorhandenem Wissen verknüpft
  • ins Gedächtnis gespeichert
  • wieder gelöscht.

Alles Denken, Fühlen und Handeln findet hier statt.

Bestens vernetzt und permanent aktiv

Unser Gehirn ist permanent aktiv. Selbst wenn wir schlafen – unser Gehirn schläft nie.

Es ist in jeder Sekunde damit beschäftigt, die vielfältigsten Funktionen auszuführen und mannigfache Aufgaben zu erledigen. Dabei besteht dieses hochkomplexe Gebilde im Wesentlichen aus nur zwei Zelltypen:

  • Neuronen (Nervenzellen) und
  • Gliazellen (Stützzellen).
Schema Nervenzellen

© Dr. Willmar Schwabe

Entscheidend für die Informationsverarbeitung im Gehirn sind die Neuronen. Rund 100 Milliarden Nervenzellen kommunizieren in einem wahren Feuerwerk aus elektrochemischen Impulsen (Reizen) und Signalen untereinander und tauschen so Informationen aus. Sie bestehen aus einem Zellkörper (Soma) und zwei Arten von Fortsätzen, den Dendriten ("Armen") und einem Axon (Nervenfaser). Über das Axon findet der Kontakt zu anderen Nervenzellen statt. Die ankommenden Reize durchlaufen dabei so genannte Synapsen. Das sind Kontaktstellen, die die Reize entweder verstärken oder abschwächen. Erreichen die eingehenden Signale einen bestimmten elektrischen Schwellenwert, wird die Nervenzelle aktiv und sendet über ihr Axon ein Signal an eine andere Zelle.

Informationsverarbeitung im Gehirn
Informationsverarbeitung im Gehirn

Die Größenordnung ist beeindruckend: durch etwa 100 Billionen Synapsen und etwa eine Million Kilometer Leitungsbahnen stehen die Nervenzellen des menschlichen Gehirns miteinander in Kontakt. Jede Nervenzelle kommuniziert dabei mit ca. 1.000 anderen Neuronen. Eine Information, die von einer Nervenzelle aus startet, erreicht also in zwei Schritten (1.000 x 1.000) insgesamt 1 Million Neuronen und so fort. Rein rechnerisch ist also keine Nervenzelle mehr als vier Schritte von jeder anderen Nervenzelle im Gehirn entfernt.

Wichtig: Nicht die reine Anzahl von Nervenzellen ist das entscheidende Kriterium für mentale Fitness, sondern wie stark sie untereinander vernetzt sind.

Vernetzung – oder moderner ausgedrückt – Netzwerken ist das A und O eines gut funktionierenden Gehirns und hoher mentaler Leistungsfähigkeit.

Erst im Zusammenspiel verschiedener Hirnregionen, die durch unterschiedliche neuronale Netzwerke miteinander verbunden sind, erschließt sich die volle Bedeutung unseres Gehirns als Schaltzentrale menschlichen Daseins. Denn genau in dieser Vernetzung liegt das Geheimnis unserer Fähigkeit, flexibel auf mentale Anforderungen zu reagieren, uns auf stets  neue Situationen einstellen und immer weiter lernen zu können – übrigens altersunabhängig, wie neuere Forschungen belegen. Da das Gehirn Reize nur nacheinander, nicht jedoch gleichzeitig weiterleiten kann, gilt:

Je mehr Zellen miteinander vernetzt sind, desto mehr Informationen können verarbeitet werden. Und je schneller das Gehirn arbeitet, desto größer ist seine Leistungsfähigkeit. Mentale Fitness basiert auf der Bildung und Veränderung neuronaler Netze.

Darauf können wir aktiv Einfluss nehmen, denn die wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich in praktische, alltagstaugliche Maßnahmen zur Steigerung der mentalen Fitness umsetzen. Mit vergleichsweise geringem Aufwand und in jedem Alter – angefangen im Kindergarten – zielen diese Maßnahmen darauf ab, die Vernetzung zwischen den Nervenzellen zu fördern und damit die Voraussetzung für mehr geistige Leistungsfähigkeit zu schaffen.

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