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Berufstätige 40+ - mental-aktiv zu mehr Leistung und größerem Selbstverstrauen

Selbstwirksamkeitserwartung
Verlauf der Selbstwirksamkeitserwartung (SWE)

© Dr. Willmar Schwabe


Können Berufstätige mittleren Alters ihre geistige Leistungsfähigkeit und ihr Selbstvertrauen mit einfachen mental-aktiv Übungen relevant steigern?

Diese Fragestellung war der Ausgangspunkt einer Studie, die von der Gesundheitsakademie Mainburg e.V. mit Unterstützung von Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG durchgeführt wurde. Insgesamt 67 Freiwillige unterzogen das mental-aktiv Programm dem Praxistest.  Darunter waren Gemeindeangestellte, Finanzbeamte und Sportphilologinnen aus unterschiedlichen Gegenden in Bayern. 29 Teilnehmer waren Frauen, überwiegend im Alter zwischen 50 und 60 Jahren.

Die Studie dauerte insgesamt 13 Wochen. In dieser Zeit absolvierten die Teilnehmer/innen täglich mindestens zehn Minuten lang MAT®-Übungen  (verschiedene Übungseinheiten aus dem mental-aktiv®-Konzept von Tebonin®). Nach drei und sieben Wochen kamen jeweils weitere Maßnahmen hinzu. Unmittelbar vor Beginn der Studie und den ersten Trainingsmaßnahmen wurden der mentale Zustand, das Vertrauen in die eigene, allgemeine geistige Leistungsfähigkeit und die psychische Vitalität der Teilnehmer/innen psychometrisch gemessen. Drei Werte standen im Mittelpunkt der Studie:

  • die selbstbeurteilte mentale Fitness und Vitalität
  • die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung (SWE)
  • die geistige Leistungsfähigkeit (vorbestehende Gehirnleistung, aktuelle Merkspanne, Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, Arbeitskapazität des Gehirns)

Selbstvertrauen im Höhenflug

Der Wert für die eigene Einschätzung ihrer mentalen Fitness und Vitalität änderte sich im Verlauf der Studie nicht – vielleicht war er bereits bei Beginn optimal. Er entsprach dem Durchschnitt der Normalbevölkerung.

Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung (SWE), d. h. das Vertrauen in die eigene geistige Leistungsfähigkeit, jedoch änderte sich erheblich. Der Ausgangswert lag auch hier im Durchschnitt der Normalbevölkerung (erwachsene Menschen in Deutschland). Während der ersten drei Wochen, in der die Teilnehmer ausschließlich mental-aktiv®-Übungen machten, stieg der Wert signifikant an (s. Abb.), blieb bis zur siebten Woche auf diesem Niveau und stieg dann sogar nochmals signifikant an. Zu diesem Zeitpunkt bearbeiteten die Teilnehmer zusätzlich zu den mental-aktiv®-Übungen die Arbeitshefte „Zeitmanagement“ und „Umgang mit Stress“.

aktuelle mentale Leistungsfähigkeit
Verlauf der aktuellen mentalen Leistungsfähigkeit

© Dr. Willmar Schwabe

Vorher – nachher: die mentalen Leistungen

Drei Aspekte mentaler Leistungsfähigkeit spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle:

  • Die ehemals maximale Leistungsfähigkeit, die typischerweise im frühen Erwachsenenalter liegt (bei ca. 20-23 Jahren) und über eine Testung des Allgemeinwissens ermittelt werden kann. Das Allgemeinwissen ist Teil der so genannten kristallisierten Intelligenz, die sich über einen langen Lebenszeitraum wenig verändert.
  • Die aktuell maximale Leistungsfähigkeit; die so genannte fluide Intelligenz lässt individuell mit dem Alter nach. Sie kann mit Hilfe von Tests erfasst werden, deren Ergebnisse in IQ-Werte übertragbar sind.
  • Der Vergleich beider Werte liefert Informationen über die Veränderungen der mentalen Leistungsfähigkeit im Laufe des Lebens.

Vor Beginn der Studie zeigten sich große Unterschiede im Niveau des Allgemeinwissens bzw. der kristallisierten Intelligenz. Die Werte lagen zu diesem Zeitpunkt im Durchschnitt ca. 14 IQ-Punkte unter ihrem ursprünglichen Niveau. In den ersten drei Wochen (mental-aktiv®-Übungen) stieg das fluide mentale Leistungsvermögen hoch signifikant an und erhöhte sich auch in den folgenden vier Wochen weiter stark. Die Phase danach brachte keine weiteren statistisch relevanten Veränderungen.

Im Ergebnis waren bei den Teilnehmer/innen im Verlauf des Erwachsenenlebens 14 IQ-Punkte verloren gegangen, von denen in wenigen Wochen 7 IQ-Punkte zurück gewonnen werden konnte.

Arbeitsspeicherkapazität
Verlauf der Speicherkapazität (Bits)

© Dr. Willmar Schwabe

Mehr im Kopf: die Kapazität des Arbeitsspeichers

Die Arbeitsspeicherkapazität (gemessen in Bits) misst sich an einer Zeitspanne, die wenige Sekunden bis maximal einige Minuten dauert.

Die entscheidenden Parameter dafür sind die Merkspanne und die Informationsverarbeitungs-geschwindigkeit (IVG). In den ersten drei Wochen stieg die Arbeitsspeicherkapazität der Teilnehmer/innen von 126 auf 143 Bits, in den nachfolgenden Wochen noch auf 147 Bits. Das ist insgesamt – verglichen mit dem Ausgangsniveau – ein Anstieg um rund 17%. Überschaubar investiert – dennoch große Wirkung erzielt, so lässt sich dieses Ergebnis zusammen fassen.

Gute Perspektiven

Berufstätige können mit mental-aktiv®-Maßnahmen innerhalb weniger Wochen ihre geistige Leistungsfähigkeit signifikant erhöhen, so das Ergebnis der Studie. Mentale Fitness ist ein entscheidendes Kriterium, um geistige Anforderungen im Alltag, im Beruf und in der Freizeit gut zu bewältigen. Das bedeutet ganz konkret, dass die Chancen, seinen Alltag erfolgreich zu meistern, mit mentalem Training und einer daraus resultierenden höheren geistigen Leistungsfähigkeit steigen. Dabei zeigt die Studie vermutlich noch nicht das „Ende der Fahnenstange“. Untersuchungen zu Einzelmaßnahmen legen den Schluss nahe, dass die mentale Leistungsfähigkeit weiter relevant verbessert werden kann. Der Weg dahin: die mental-aktiv®-Maßnahmen auf die individuellen Bedürfnisse anpassen und weitere, insbesondere biomentale Maßnahmen wie „hirngerechte“ Ernährung, optimales Trinkverhalten, gezielte Bewegungsprogramme und Abbau von Risikofaktoren (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie usw.) dazu nehmen.

Gut zu wissen

Mental-aktiv®-Übungen erhöhen bei Berufstätigen im mittleren Lebensalter innerhalb von wenigen Wochen die mentale Leistungsfähigkeit signifikant.
Die zusätzliche Bearbeitung der Arbeitshefte „Zeit-Management“ und „Umgang mit Stress“ steigern die Selbstwirksamkeitserwartung bis an den optimalen Bereich.
Es ist zu erwarten, dass durch eine Anpassung der mental-aktiv®- Maßnahmen auf die individuellen Bedürfnisse und weitere, insbesondere biomentale Maßnahmen wie „hirngerechte“ Ernährung, optimales Trinkverhalten, Bewegung und Sinnestüchtigkeit die mentale Leistungsfähigkeit weiter relevant verbessert werden kann.

Mental-aktiv® ist kostenfrei und kann jederzeit zur Verbesserung der persönlichen Gehirnleitung eingesetzt werden.

Die Ergebnisse, Informationen zu den Messverfahren und weitere Details der Studie sind in der Zeitschrift „Geistig Fit“ im Heft 4/2010, S. 12 ff veröffentlicht.